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Holubice

GPS: 49°49'55.200"N 17°43'5.459"E - Mappe

 

ERHOLUNGSZENTRUM BÍLÁ HOLUBICE

Beim Hauptgebäude des Areals handelt es sich um ein Gasthaus - das Morahäusel - Schenkhäusel, welches sich hier bereits um das Jahr 1750 befunden hat.  Es wurde unweit der Stelle errichtet, wo der alte Landweg, welcher von Opava über Melč und Budišov n. Bud. nach Olomouc verlaufen ist, über die Furt des Flusses Moravice geführt hat.  Vor dem steilen Anstieg nach Staré Těchanovice sind die Fuhrmänner gerne im hiesigen Gasthaus eingekehrt, wo sie sich stärken konnten, einschließlich ihrer Pferde. Das hier gezapfte Bier stammte aus der Gutsbrauerei in Melč und die hiesige Küche war weit und breit bekannt. Nach dem Jahr 1811 ist nicht weit von hier der Kurort Janské Koupele entstanden und somit kehrten auch Besucher des Kurorts in die Gaststätte ein. Mit der Öffnung der hiesigen Schieferbergwerke in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann sich in der Nähe des Gasthauses Morahäusel eine Ortschaft mit Berghäusern zu bilden.  Die Berghäuser waren somit die Grundlage, damit die Ortschaft Sümpfenwald – Mokřinky entstehen konnte.  

 

ORTSCHAFT MOKŘINKY

An der Stelle der heutigen Ortschaft  Mokřinky hat sich bei der Furt über den Fluss Moravice seit ewigen Zeiten die Mühle Melčský oder Melecký mlýn (Mühle von  Melč) befunden. Erstmals wird die Mühle im Jahr 1608 erwähnt, als der hiesige Müller Gregor Schmied bei den Gutsleuten mit Schwert und Speer erschienen ist. Nicht weit von der Mühle beim alten Landweg hat das Gasthaus Morahäusel gestanden. In den Grundbüchern wird die Mühle das erste Mal im Jahr 1765 erwähnt. Der Eigentümer der Mühle war Franz Richter, von welchem die Mühle später an die Müllersfamilie Satků verkauft wurde. In deren Eigentum hat sich diese "Mühle mit zwei Objekten, dem Sägewerk, der Ölmühle und dem Topfstein" bis zum Ende des 19. Jahrhunderts befunden.   In diesem Zeitraum wurde sie vom Grafen Camillo Razumovsky käuflich erworben und die Wasserturbine in der Mühle wurde zur Stromerzeugung für dessen nicht weit entfernten Kurort Janské Koupele sowie für die Gemeinden Mokřinky und Zálužné verwendet. Heute wird das ehemalige Mühlengebäude als privates Erholungsobjekt verwendet. Neben den Berghäusern, welche um die Schieferbergwerke verstreut lagen, entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch Erholungsobjekte, da die Nähe des Kurorts Janské Koupele für das hiesige Gebiet sehr von Vorteil war und für die Sommerfrischler wurde es zu einem sehr beliebten Ziel.


UNTERGEGANGENER KURORT JANSKÉ KOUPELE

Janské Koupele - auf Deutsch „Bad Johannisbrunn“ ist dank seinem hochwertigen eisenhaltigen Mineralwasser sowie der schönen Lage im tiefen bewaldeten Flusstal des Flusses Moravice berühmt geworden.  Die erste belegte Erwähnung über die hiesigen "ausgezeichneten Säuerlinge" stammt aus dem Jahr 1640. Der Kurort wurde hier im Jahr 1811 von Jan Graf von Tenczin, dem Gutsbesitzer von Melč gegründet und er gab ihm seinen Namen. Während des gesamten 19. Jahrhunderts sowie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war dies einer der bekanntesten Kurorte in Schlesien. Es wurden hier vor allem Herz- sowie Blutkreislauferkrankungen geheilt.  Die größte Blütezeit erlebte der Kurort zu  Beginn des 20. Jahrhundert unter Camillo Graf Razumovsky und wurde im Jahr 1938 von der deutschen Besatzungsverwaltung von Razumovskys Nachfolgern konfisziert.  Im Zeitraum von 1940 bis 1942 befand sich hier das Gefangenenlager „Oflag VIII E Johannisbrunn“, welches speziell zur Internierung von 70 gefangenen verbündeten Generälen bestimmt war.   Nach dem Krieg befand sich hier kurzzeitig eine Kinderheilstätte und ab dem Ende der 40er Jahre bis zum Beginn der 90er Jahre war das Areal das bei uns größte gewerkschaftliche Erholungszentrum.  Tausende Menschen sind wegen des hiesigen Mineralwassers hierher gekommen. Seit dem Jahr 1993 ist das Areal verlassen. 

 

WILLKOMMEN IN DER SCHIEFERLANDSCHAFT!

PROJEKT IM AUFBAU! BEREITS HEUTE KÖNNEN SIE DIE ORTE BESUCHEN. ORIENTIEREN SIE SICH ANHAND DER KARTEN.

Beim Schieferlandschaftsprojekt handelt es sich um ein Netz von touristisch interessanten Zielen und Besonderheiten in der Region Vítkovsko und Budišovsko. Das Netz entsteht sukzessive in Zusammenarbeit mit den Städten, Gemeinden und den Bürgervereinigungen. Im Rahmen der Schieferlandschaft können Sie sich dann ein mehrtägiges interessantes Ausflugsprogramm zusammenstellen und somit Ihre Freizeit mit Aktivitäten zur Wissenserweiterung, Sport und Erholung verbringen.   Zum Bestandteil des Projekts gehört auch der Lehrpfad, auf welchem Sie sich jetzt befinden.
Noch im vergangenen Jahrhundert war die Schieferförderung zwischen Vítkov und Budišov nad Budišovkou ein sehr weit verbreiteter Industriezweig.  Aufgrund der sehr hohen Qualität wurde der hiesige Schiefer nicht nur als Abdeckung oder Rohstoff zur weiteren industriellen Verarbeitung verwendet, sondern mit diesem sind auch bedeutende historische Gebäude im In- wie auch im Ausland gedeckt worden.  Von der Tätigkeit des Menschen im Zusammenhang mit Schiefer zeugen die Schieferhalden in der Landschaft sowie die alten Stollen und Steinbrüche und die Gebäude, welche der Bergbautätigkeit gedient haben. Allerdings holt sich die Natur sukzessive alles zurück, wodurch eine einmalige Szenerie entsteht, welche auf dem gemeinsamen Dazutun von Mensch und Natur beruht. Der Lehrpfad Auf den Spuren der Schiefer-Hinterlassenschaften führt Sie durch die Geschichte der Schieferförderung sowie entlang der natürlichen Gegebenheiten auf den Halden und in den verlassenen Stollen und macht Sie mit der rauen, aber schönen Landschaft in der Umgebung von Zálužné vertraut. 

WILLKOMMEN IN DER SCHIEFERLANDSCHAFT!

 

ORTE VON BEDEUTUNG

VÍTKOV – MARIÄ HIMMELFAHRT-FRIEDHOFSKIRCHE. Die Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert. Neben dem bekannten Kreuzweg in dieser Kirche können Sie den schönen Boden aus großen Schieferplatten bewundern. Auf dem angrenzenden Friedhof, welcher von einer alten Mauer mit Schieferabdeckung umgeben wird, befindet sich das Grab des bekannten hiesigen Landsmannes Jan Zajíc. Oberhalb des Friedhofs befindet sich eine bedeutende architektonische Sehenswürdigkeit - die Mariä Himmelfahrt-Kirche

BUDIŠOV NAD BUDIŠOVKOU – SCHIEFERMUSEUM. Seit dem Jahr 1996 befinden sich im Schiefermuseum einmalige Sammlungen mit Fotografien, Dokumenten und Funden, welche aus der Bergbautätigkeit in Nízký Jeseník stammen.  Beim eigentlichen Museumsgebäude - einer ehemaligen Mühle - handelt es sich um eine bedeutende architektonische Sehenswürdigkeit. Des Weiteren gibt es in der Stadt eine Barockkirche, das Rathaus sowie das Barockpfarrhaus, die alle mit Schiefer gedeckt sind.

NOVÉ TĚCHANOVICE – BERGDORF. Die kleine Wolfskapelle, welche mit dem letzten Schiefer aus dem Bergwerk Lhotka gedeckt wurde, befindet sich mitten im Ort.  Ihr gegenüber befindet sich das einstige Pllak-Gasthaus - auch mit einer Kapelle. Im Dorf befinden sich einige interessante Bauernobjekte sowie Berghäuser.

KRUŽBERK – ST. PETR UND PAUL-KIRCHE  Bei der Kirche aus dem 14. Jahrhundert handelt es sich um etwas Besonderes unter den mit Schiefer gedeckten Sehenswürdigkeiten. Bei den Stützmauern kann man großformatigen Schiefer entdecken. 2 km von der Kirche, gegenüber dem Fluss Moravice, befindet sich die bei Besuchern und Gästen beliebte BERGKLETTERWAND mit Aussichtspunkt und nach 4 km folgt dann die Staumauer vom STAUSEE KRUŽBERK. 

STARÉ TĚCHANOVICE. Bei der Davidsmühle mit dem Wassergraben, dem Seilpark und dem Fitnesszentrum handelt es sich gleichzeitig um eine Hotelanlage. Hier ist ein guter Ort, um sich zu erholen sowie zu entspannen. 

KLOKOČOV – FRANTIŠEK-HOF. Die Pferdezucht im Gestüt von Klokočov reicht bis zum Jahr 1953 zurück. Zehn Jahre später wurde hier mit der Zucht der Kaltblüterrasse Schlesischer Noriker begonnen.  Es werden Ausfahrten in Postkutschen angeboten. An die Bergbaugeschichte der Gemeinde erinnern die Halden, welche bis ins Dorf hinein reichen.

ČERMNÁ IN SCHLESIEN – BEI DER MÜHLE VON ČERMNÁ handelt es sich um ein romantisches Fleckchen auf dem Schieferlehrpfad. Umliegend befinden sich fünf ehemalige Orte, wo Schiefer gefördert wurde.

STARÉ OLDŘŮVKY. Bergdorf mit Halden und einer mächtigen Stützmauer aus Schiefer. Im Odertal befinden sich Überreste von Bleierzen.

LHOTKA – SCHIEFERBERGWERK. Der Bergwerkskomplex Nové Těchanovice-Lhotka ist Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und konnte als einziger seine Tätigkeit bis zum Jahr 2010 aufrechterhalten.

PODHRADÍ. Der Ausflug durch das Flusstal des Flusses Moravice kann mit einem Aufstieg auf die Burgruine Vikštejn beendet werden.  Die Geschichte der Burg war auch eng mit der Geschichte der Stadt Vítkov verbunden. (11 km entlang des Flusses Moravice)

SVATOŇOVICE. Bergdorf mit weitläufigen Lokalitäten mit Schieferförderung in der Umgebung.

SCHLOSS HRADEC NAD MORAVICÍ. Bei dem Schloss mit der weitläufigen Lage und den Parks handelt es sich im Wesentlichen um einen Felsen mit Schieferdächern.   Bis heute ist es mit Schiefer aus Nízký Jeseník gedeckt (28 km entlang des Flusses Moravice). 

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