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Naturpark Moravice

Lage und Ausmaß

Das Gebiet des Naturparks Moravice befindet sich im Nordteil des Niederen Gesenkes im Bezirk Troppau. Die Grenzen des Parks sind durch Einzelzüge des Straßennetzes gezogen. Mit seinem Ausmaß (14.250 ha) nimmt er das Gebiet der schon früher zu Ruhegebieten erklärten Täler von Moravice (1982) und von Raduňka (1987) ein.

 

Landschaftsmerkmale

Der natürliche Strom von Moravice, der ein eingesunkenes Flusstal bildet und durch den Zentralteil des Parks fließt, kennzeichnet das ganze Gebiet insoweit, als der Flussname Moravice in der Symbolik des Parks genützt wurde.
Ein bedeutender Landschaftszug sind die Talwiesen, die Schuttwälder und die Schiefersteinbrüche an den Hängen. Die Spitzenteile auf den Fastebenen werden aus den Wiesen- und Weidenresten, den Feldgrenzen zwischen den Feldwegen und vor allem der ausgedehnten Bewaldung (50% vom Parkausmaß) gebildet. Die Gemeinschaft von Auenwäldern ist an die Tallagen der Wasserströme gebunden. Die Eichen- und Weißbuchenwälder kommen überwiegend auf der linken Seite des Wasserstroms Moravice vor. Die blühenden Buchenwälder, die den ursprünglichen Buchenwaldtyp darstellen, sind meistens an der rechten Seite der Hänge von Moravice zu finden.

 

Flora und Fauna

Der Vegetationscharakter wird nicht nur durch die Naturbedingungen sondern durch die menschliche Tätigkeit, insbesondere beim Wirtschaften in der Landschaft, bedingt.

Auf dem Gebiet kommen die bisher bedrohten, heute schon schnell verschwindenden Arten der geschützten Flora vor: Frühlings-Knotenblume, Türkenbund-Lilie, Straußenfarn, Drachenwurz und Ausdauerndes Silberblatt. Ganz selten wachsen in diese schon Unterberglandschaft auch manche Bergarten, z.B. Dreiblättriger Baldrian, Gewöhnlicher Germer, Schwarze Heckenkirsche und Akeleiblättrige Wiesenraute. Von den Pilzen wachsen hier z.B. ein wertvoller Pilz der Nadelholz-Röhrling und bunte Schnecklinge. Die Artenvielfalt von Insekten ist groß. Hier überleben auch die Bergarten, was dank dem günstigen Klima, dem geomorphologischen Gefüge des Gebiets und auch der bunten Zusammensetzung der Pflanzenvölker, gegeben ist.

Von den Wirbeltieren wurde ein Vorkommen von z.B. Feuersalamander, Blindschleie, Hohltaube, Ziegenmelker und Schwarzstorch aufgezeichnet. Man kann hier auch drei Arten des Gartenschläfers und den Dachs finden.

 

Sonderschutzgebiete

Am Ende der Sechziger Jahre wurden drei Naturschutzgebiete (Kaluža, Valach und Nové Těchanovice) zum Schutz der natürlichen Zusammensetzung der Holzarten und der wertvollen Pflanzen errichtet. Das wertvollste Naturschutzgebiet Kaluža ist darüber hinaus ein bedeutender Biotyp der Ornithofauna.

 

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