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Eisenbahn in Vítkov

Am 4. März 1836 erteilte Kaiser Ferdinand ein Privilegium zum Bau der sog. Nordbahn auf der Strecke Wien – Prerau – Bohumín.

Nach dem Ausbau der Nordbahn und ihrer Hauptabzweigungen wurde in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem Aufbau der lokalen Eisenbahnstrecken angefangen. Der erste Bau der lokalen Eisenbahnstrecke, der schon im Jahre 1880 beendet wurde, führte aus der Bahnstation Suchdol n. O. nach Nový Jičín. Der Betrieb der weiteren lokalen Eisenbahnstrecken Suchdol – Fulnek und Suchdol – Budišov wurde am 15. Oktober 1891 aufgenommen. Suchdol wurde zu einem kleinen, jedoch bedeutenden regionalen Eisenbahnknotenpunkt.

Die Eisenbahnstrecke Suchdol - Budišov ist 39 km lang und hat insgesamt 10 Bahnstationen und Haltestellen. Ihr Aufbau war jedoch eine nicht ganz einfache Angelegenheit. Erst nach mehrjährigen Verhandlungen, Versprechen und Verschiebungen schritt man endlich im Frühling des Jahres 1890 zu den eigentlichen Arbeiten. Der Bau der Eisenbahnstrecke wurde von der Firma von Neberle durchgeführt und von der Ferdinands-Nordbahn finanziert. Der Bau der Eisenbahnstrecke, der ohne jedwede Mechanisierung verwirklicht wurde, dauerte unglaublich kurz, nur eineinhalb Jahre.

Die Fahrt des ersten Dampfzuges stellte ein großes Ereignis für alle Bürger aus den Städten und den Gemeinden an der Eisenbahnstrecke dar. Der Zug wurde von Gruppen von Bürgern und Schulkindern, Vertretern verschiedener Vereine, Repräsentanten der Städte und Gemeinden in den einzelnen Bahnstationen begrüßt. Die Kapellen spielten, es wurden Festreden gehalten und die Festessen eingenommen und man feuerte Böllerschüsse ab.

Die Eisenbahnstrecke wurde während des Kriegs nicht beschädigt, die Brücken blieben unversehrt und so konnte ein Probebetrieb aufgenommen werden. Am 22. Mai 1945 befuhr ein Zug ohne Bezeichnung und ohne Nummer die Eisenbahnstrecke, um ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Am 1. Juni wurde dann der Personenverkehr wieder aufgenommen.

 

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